Inhalt

Wann ist ein Essen für einen Inder scharf? Warum kochen die Vietnamesen immer frisch? Was verstehen die Japaner unter Sushi? Wieso wird Sichuan-Pfeffer in China „Taub-Pfeffer“ genannt? Zwischen dem Chaos indischer Großstädte und ländlichen Kochplätzen in den Provinzen, im Schlamm des Mekong-Deltas und in den improvisierten Garküchen Vietnams, inmitten wohl geordneter japanischer Märkte und bei akribischen Kochmeistern - sucht Sarah Wiener nach Antworten und zeigt uns, wo der Pfeffer wächst...

Indien und Chili

Wie scharf essen die Inder wirklich? Sehr scharf? Oder geht es noch schärfer? Im kleinen Ort Samode, ganz im Norden Indiens, geht Sarah dieser Frage nach. In diesem traditionellen Dorf tragen die Männer noch einen Turban und die Frauen einen Sari. Hier werden scharfe Messer zum Schneiden von Gemüse und Fleisch zwischen den Zehen gehalten und über offenen Feuern in den Innenhöfen gekocht. Mit der Familie eines Chilibauern probiert Sarah „Mit Chili gefüllte Chilis“ - und muss bekennen: sehr scharf!

Curry und Indien

Was genau ist eigentlich Curry? Sarah ist in dem indischen Bundesstaat Kerala gelandet, im El Dorado der Gewürze. Schon im ersten Gewürzladen bringt es der Händler auf den Punkt: Curry ist eine Gewürzmischung, die in Indien nicht Curry, sondern Massala genannt wird. Zumindest eins haben alle Mischungen gemeinsam: Pfeffer! Auf ihrem kulinarischen Abenteuer trifft Sarah diesmal eine Pfefferbäuerin auf ihrer paradiesisch anmutenden Plantage.

Indien vegetarisch

Der ganze indische Bundesstaat Gujarat ist vegetarisch. Nicht nur die Kuh ist hier heilig, Tiere zu schlachten und zu essen ist ein Frevel. Zebu-Rinder prägen das Straßenbild größerer Städte, sie zu füttern gilt als religiöser Akt. Herr Patel von der Milchkooperative erklärt Sarah, warum die Kuh dennoch ein Nutztier ist. Was sind die vegetarischen Spezialitäten hoch im Norden? Und wovon werden die Menschen satt? Sarah macht Station bei einem Kichererbsen-Bauern.

Japan und Sushi

Gobo, ein kleines verschlafenes Nest am pazifischen Ozean. Hier leben die Damen Yamamoto, Meisterinnen von Nare-Sushi - das Ur-Sushi schlechthin. Luftdicht verpackte Makrele mit Reis - als ganz besondere Delikatesse gilt das vier Wochen lang gegorene Sushi. Im traditionsbewussten Haus muss Sarah zum Kochen nicht nur einen Kimono tragen, sondern Nare-Sushi in allen Reifezuständen probieren.

Japan und Wild

Beppu auf der japanischen Insel Kyushu. Die Stadt der 1000 heißen Quellen gilt als das Tor zum wilden Japan. Aus allen Ecken quillt heißer Dampf empor. Als besondere Attraktion gilt ein Imbiss, der sich aus den Quellen speist. Das lässt sich Sarah nicht entgehen, bevor es sie in die ausgedehnten Wälder rund um Beppu zieht. Dort leben Wildschweine und es gedeihen die berühmten Shiitake-Pilze - letztere, wie es sich im akkuraten Japan gehört, natürlich in Reih und Glied.

Vietnam und Reis

Reis, das weiße Gold in Vietnam. Eine Mahlzeit ohne Reis gilt in Vietnam einfach nur als Snack. Sarah ist in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi und der Umgebung auf der Suche nach seinen vielen Variationen. Bevor sie allerdings in den Genuss des traditionellen Reiskuchens kommt, muss das Feld bestellt werden. Das geschieht immer noch wie vor 3000 Jahren: mit einem Ochsen, einem Pflug und einer Egge, knietief im Schlamm.

Vietnam und Sommerrolle

Ganz Vietnam isst sie – die Sommerrolle – doch was kommt alles hinein? Und vor allem: Worin werden die frischen Zutaten eingerollt? Sarah ist diesmal im Mekong-Delta unterwegs. Hier gibt es schwimmende Märkte, schwimmende Garküchen – und schwimmendes Gemüse. Mitten im reichhaltigen Schlamm des Mekong-Deltas sucht Sarah nach erlesenen Zutaten für die Sommerrolle – wie z.B. „Water-Morning-Glory“ und Lotuswurzeln.

Vietnam und Meeresfrüchte

Sarah ist zu Gast in der Bucht von Bai Rang, in der Nähe der Stadt Quiy Nho’h, einem beliebten Urlaubsort für gut situierte Vietnamesen, direkt am Meer. Vier Brüder leben hier am Strand. Täglich trotzen sie dem Meer ihren Lebensunterhalt ab. Mit Thung geht Sarah nachts auf Langusten-Baby-Fang, um den kargen Ertrag am nächsten Morgen zu Thungs Bruder Bôn zu bringen. Auf dem Meer mästet dieser die Langusten bis sie eine stattliche Größe erreicht haben und an die Luxusrestaurants der Stadt verkauft werden.

China und Tofu

Tofu gibt es in China in endlosen Variationen: geräuchert, in Fäden, als Süßspeise, als Cracker, als stinkender und als geschichteter Tofu. In der chinesischen Provinz Zhejiang im Dorf Anji trifft Sarah Wiener auf die resolute Frau Wang, die eine kleine Tofu-Manufaktur betreibt. Die Zeit scheint hier noch vor der Kulturrevolution stehen geblieben zu sein.

China süß-sauer

Bei uns ist „Ente süß-sauer“ die Nummer Eins in jedem China-Restaurant. Doch wie wird süß-sauer in China selbst gegessen? Chengdu, Mega-City in Szechuan. Hier ist alles Mega: die Plattenbauten, die Skyline und der überdachte Markt. Eine überwältigende Fülle an bekannten und unbekannten Zutaten, süß lackiertes Geflügel und sauer eingelegtes Gemüse. Auf der Spurensuche nach süß-sauer zieht es Sarah Wiener doch lieber vor die Tore der Stadt.

Details

  • Produktionsjahr:

    2014

  • Genres:
  • Altersfreigabe:

    0+

  • Audiosprache:

    Deutsch

  • Untertitelsprache:

    keine Untertitel

  • Land:

    Deutschland